Dienstag, 5. Februar 2013

Buchbesprechung: Rich Dad, Poor Dad von Robert T. Kiyosaki

Bei meiner dritten Buchbesprechung handelt es sich um das Werk Rich Dad, Poor Dad von Robert T. Kiyosaki. Im Folgenden habe ich die für mich wichtigsten Aussagen aus dem Buch zusammengefaßt. Es handelt sich dabei aber nicht um eine chronologische Aufzählung.

  • Echte Vermögenswerte:
    • Unternehmen, die ohne meine Anwesenheit auskommen. Sie gehören mir, ich muss dort aber nicht arbeiten, denn sonst wäre es ein Job. Andere managen die Firma
    • Aktien
    • Anleihen
    • Offene Investmentfonds
    • Einnahmen aus Immobilienbesitz
    • Schuldscheine
    • Tantiemen aus geistigem Eigentum, z.B. Musik, Patente, Drehbücher
    • Und alles andere, das einen Wert darstellt, Einkommen oder Wertzuwachs erzielt und sich gut verkaufen läßte
  • Finanzieller IQ setzt sich aus den vier folgenden Fachgebieten zusammen:
    • Das Rechnungswesen (solides finanzielles Grundwissen, damit man Zahlen versteht)
    • Investieren (Wie man mit Geld Geld verdient)
    • Verständnis der Märkte (Angebot und Nachfrage kennen)
    • Das Recht (Die Regeln kennen)
      • Steuerliche Vorteile (evtl. Unternehmen gründen in das die Gewinne fließen)
      • Schutz vor Rechtstreitigkeiten
  • Es gibt zwei Arten von Investoren:
    • Am weitesten verbreitet sind Menschen, die eine fertige Kapitalanlage kaufen. Sie lassen sich von jemand anderem beraten und glauben ihm. Sie kaufen dann eine sichere, einfache, saubere Anlage
    • Die zweite Art sind Menschen, die selber Investitionen schaffen. Sie informieren sich und bauen dann ihr eigenes individuelles Paket zusammen.
  • Wenn man Typ zwei ist, braucht man zum finanziellen IQ noch drei Fähigkeiten:
    • Wie man Gelegenheiten findet, die allen anderen entgehen.
    • Wie man Geld auftreibt und zwar nicht von der Bank
    • Wie man kluge Menschen führt. Intelligente Menschen arbeiten mit Menschen zusammen, die klüger sind als sie.
  • Die wichtigsten Managementfähigkeiten für den Erfolg sind:
    • Cashflow-Management
    • Organisation (Selbstmanagement, Zeit für Familie)
    • Mitarbeiterführung
  • Die wichtigsten Spezialgebiete sind:
    • Vertrieb
    • Marketing
  • Fünf Hindernisse trotz finanzieller Intelligenz:
    • Überwinde die Angst vor Geldverlusten. "Einige haben schreckliche Angst vor Schlangen, andere schreckliche Angst, Geld zu verlieren. Beides ist eine Phobie." Versuche Katastrophen in eine Chance zu verwandeln. Lasse dich von den Niederlagen inspirieren und lerne daraus. "Niederlagen inspirieren Gewinner – und vernichten Verlierer!" "Gewinnen heißt, keine Angst vor Niederlagen zu haben"
    • Überwinde deinen Zynismus: "Die Angst das der Himmel auf den Kopf fällt". Angst und Zweifel überwinden und nicht auf das "Rauschen" der Umgebung hören. Die Menschen um einen herum können diese Angst/Zweifel vor etwas stark schüren. "Zyniker kritisieren, Gewinner analysieren." "In dem, was du nicht willst, verbirgt sich der Schlüssel zu deinem Erfolg!"
    • Faulheit: Zu faul sich ums Geld zu kümmern. Zu faul sich um Familie oder Gesundheit zu kümmern. Faulheit kann man mit Gier bekämpfen. Man sollte seinem Geist Fragen stellen, um ihn zu fördern und nach Lösungen zu suchen. Lieber "Wie kann ich mir das leisten?", als "Das kann ich mir nicht leisten". Die zweite Formulierung nimmt den Druck und man resigniert. Lieber "Wie kann ich das schaffen?", anstatt "Das kann ich eh nicht!". Man muss bereit sein nach neuen Lösungen/Wegen/Antworten zu suchen. Immer alles verbessern wollen. Sich fragen "Was bringt mir das?" Gier wecken. "Tu, was du in deinem Herzen für richtig hältst – Kritik erntest du sowieso. Du bist verdammt, wenn du es tust, und verdammt, wenn du es läßt."
    • Gewohnheiten: Unser Leben ist stärker Ausdruck unserer Gewohnheiten als unserer Erziehung
    • Arroganz: Ego plus Ignoranz. Mit dem was ich weiß, verdiene ich Geld. Alles was ich nicht weiß, kostet mich Geld.

Robert T. Kiyosaki erzählt in seinem Buch Geschichte von seinen zwei Vätern, die ihm den Umgang mit Geld beibringen. Auf der einen Seite ist der arme Vater und auf der anderen sein reicher. Anhand anschaulicher Beispiele beschreibt er wie sie beide in ihren verschiedenen Denkmustern mit Geld umgehen und welche Konsequenzen das hat. Er als kleiner Junge beobachtet das ganze und zieht für sich seine eigenen Schlussfolgerungen. Welcher von beiden möchte er später sein?

Mit diesem Buch findet man einen ersten Einstieg in das Thema Finanzen und wie unser Geldsystem funktioniert. Es dient zur Motivation endlich mit dem Management des eigenen Vermögens anzufangen. Viel Tiefgang und detaillierte Ratschläge darf man aber nicht erwarten, dafür macht der Erzählstil das Buch aber zu leichter Kost.

Wenn man erste Gehversuche auf dem Gebiet der Finanzen macht, ist das Buch durchaus zu empfehlen!


Habt ihr das Buch auch schon gelesen und gibt es nach eurer Meinung evtl. noch andere wichtige Aussagen? Schreibt mir euer Feedback in den Kommentaren dazu, dann können wir gemeinsam diskutieren.  

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen