Mittwoch, 15. August 2012

Buchbesprechung: Crashkurs von Dirk Müller

Heute fange ich mal an meine Buchempfehlungen ein wenig näher zu beleuchten.
Zukünftig möchte ich die meiner Meinung nach wichtigsten Aussagen aller dieser Bücher als einzelne Posts veröffentlichen.
So können sich auch andere schnell ein Bild über das entsprechende Buch machen und auch ich habe später die Chance mir noch einmal die Punkte anzusehen.

Als erstes geht es um das Werk Crashkurs von Dirk Müller.
Die folgenden Aussagen sind meiner Meinung nach die wichtigsten aus diesem Werk:
  •  In jeden Haushalt gehören 10-20% physisches Gold. Es sollten Bullion-Münzen oder Barren sein. Wichtig ist auch auf unterschiedliche Größen zu achten (1/10 Unze, 1/2 Unze, 1 Unze, 1g, 5g, etc.). Ab einer größeren Menge kann es im Banktresor aufbewahrt werden. SchnellerZugriffszeit auf das Vermögen ist sehr wichtig! Kaufkraft geht in Krisenzeiten nicht verloren.
  • Ein kleiner Teil kann auch als Beimischung in physischem Silber vorhanden sein, ca. 5%.
  • Anlagen immer splitten und so das Vermögen auf mehrere Banken aufteilen.
  • In Deutschland sind bis zu 90%, aber max. 20.000 € über die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Zusätzlich gibt es noch weitere private Absicherungssysteme bei den Banken.
  • Einen Teil in Staatsanleihen invenstieren, evtl. 5%.
  • Aktien mit gutem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) sind interessant. Solide Firem unter Buchwert zu kaufen ist nie verkehrt. Aktien sind ein guter Inflationsschutz (reale Inflation).
  • (Reale) Inflation = Geldmengenwachstum (M3) – Wirtschaftswachtum
  • Die von der Regierung angegebene Inflation ist zu gering, da der Warenkorb geändert und die hedonische Methode benutzt wird.
  • Arbeitslose = Empfänger von ALG I + Empfänger von ALG II
  • Arbeitsmarktzahlen werden absichtlich getürkt, damit die regierenden besser dastehen
  • Der IFO Index ist weniger aussagekräftig als er immer dargestellt wird. Es werden nämlich immer andere Firmen befragt.
  • Vorher genau über Finanzprodukte informieren und sie nur kaufen, wenn man sie wirklich verstanden hat. Die Geldanlage sollte man einfach halten um Chancen und Risiken abschätzen zu können.
  • Tagesgeld in Krisenzeiten sehr gut, aber normalerweise nur für Summen, die kurzfristig benöitgt werde.
  • Aktien und Fonds bilden einen großen Teil des Vermögens. Fonds auch an der Börse kaufen. Ausgabenaufschlag fällt dann weg. ETFs, Dachfonds und Spezialfonds beachten. Erst kaufen, wenn der Markt nicht mehr fällt. Fonds auch mal wieder verkaufen und nicht ewig halten. Verluste bei Geldanlagen vermeiden.
  • Schulden bei der Finanzplanung um jeden Preis vermeiden.
  • In Krisenzeiten (Hyperinflation, Neuverhandlung der Schulden, Insolvenz nach Chapter 11)        sollten 25 % des Gesamtvolumens in reale Werte investiert werden (Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle). Diese restlichen 75 % können dann nachgefeuert werden, sofern das Horrorszenario eintritt. Bis dahin aber Geld zusammenhalten.

Alles in allem ein super Buch. Es ist sehr gut geschrieben und man erhält einen tollen und sehr fundierten Einblick in die Finanzwelt. Dirk Müller schafft es, den Leser mit diesem Buch in den Bann zu ziehen. Einmal angefangen, kommt man nicht mehr los von dem Buch. Als Einstieg in die Thematik ist dieses Werk nur zu empfehlen!
Mir hat es bei einigen Punkten die Augen geöffnet (z.B. Inflations- und Arbeitslosenberechnung) und nun hinterfrage viele Dinge noch deutlich mehr als vorher.
Zudem fühle ich mich auf eine mögliche Krise wesentlich besser vorbereitet, da ich nun weiß wie ich handeln muss.


Habt ihr das Buch auch schon gelesen und gibt es nach eurer Meinung evtl. noch andere wichtige Aussagen? Schreibt mir euer Feedback in den Kommentaren dazu, dann können wir gemeinsam diskutieren.

    0 Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen